Trumps Ex-Wahlkampfchef kooperiert mit Russland-Ermittlern

Trumps Ex-Wahlkampfchef kooperiert mit Russland-Ermittlern

Jared Kushner
ReutersDonald Trumps „tapferer Mann“ knickt ein: Der ehemalige Wahlkampfchef des US-Präsidenten, Paul Manafort, kündigte am Freitag an, doch mit dem Russland-Sonderermittler Robert Mueller zu kooperieren.Die Zusage ist Teil einer Abmachung des 69-Jährigen mit der Staatsanwaltschaft angesichts eines Gerichtsverfahrens, das eigentlich am Montag beginnen sollte. Welche Informationen Manafort an Mueller übergeben könnte, war zunächst unklar. Er ist allerdings der prominenteste von mehreren Mitarbeitern des Präsidenten, die sich im Zuge der Russland-Ermittlung schuldig bekannt haben. Eine Stellungnahme Trumps lag zunächst nicht vor.„Das hat absolut nichts mit dem Präsidenten zu tun“Manafort könnte über Informationen verfügen, die von besonderem Interesse für Mueller wären. Er war insbesondere bei einem Treffen zwischen Trumps Sohn Donald Trump Jr., seinem Schwiegersohn Jared Kushner und einer russischen Anwältin anwesend, die belastendes Material gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Aussicht gestellt haben soll.
Das Treffen gilt als einer der deutlichsten Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem Trump-Lager und Russland im Wahlkampf. .


Russland bestreitet die Vorwürfe der Einflussnahme, Trump hat die Ermittlungen als „Hexenjagd“ zurückgewiesen.In einer ersten Reaktion auf das Schuldeingeständnis Manaforts erklärte die Sprecherin des Präsidialamts, Sarah Sanders: „Das hatte absolut nichts mit dem Präsidenten oder seinem siegreichen Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu tun.“Trump hatte Manafort nach dem ersten Verfahren in Virginia auf Twitter noch als „tapferen Mann“ gelobt, der dem Druck widerstanden habe, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft zu schließen. Anders Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen: Dieser hatte sich vor einem Bundesgericht in New York schuldig bekannt. Diesen Schritt haben inzwischen zahlreiche Personen in Trumps Umfeld im Zusammenhang mit Muellers Ermittlungen vollzogen, darunter Trumps früherer Wahlkampfmanager George Papadopoulos, der ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn und der Wahlkampfmanager Rick Gates.Unklar ist, wie sich die Nachricht auf die Anhänger des Präsidenten auswirken wirdManafort bekannte sich vor dem Bundesgericht in Washington in zwei Punkten schuldig, der Verschwörung gegen die USA und einer Verschwörung zur Justizbehinderung. Fünf andere Anklagepunkte wurden als Teil des Abkommens fallengelassen.
Manafort war bereits im vergangenen Monat von einem Gericht in Virginia in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden. .

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