Handelsstreit: „Was Trump macht, ist ein gefährliches Spiel auf allerhöchstem …

Handelsstreit: „Was Trump macht, ist ein gefährliches Spiel auf allerhöchstem …

Donald Trump
1971 war das Jahr, in dem Erich Honecker Walter Ulbricht als Generalsekretär des Zentralkomitees der SED ablöste, Intel den ersten Mikroprozessor vorstellte und Großbritannien seine Währung auf das Dezimalsystem umstellte.
In den USA kostete ein neu gebautes Einfamilienhaus im Schnitt 25.250 Dollar. Und der durchschnittliche Zoll, gewichtet nach der Bedeutung von Warengruppen, den die Vereinigten Staaten auf Einfuhren erhoben, lag bei rund sechs Prozent.Geht es nach den Plänen von US-Präsident Donald Trump, werden in Kürze weitere chinesische Einfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar mit 25 Prozent Zoll belegt. Dann dürfte das Zollniveau von vor 47 Jahren bis Ende Dezember wieder erreicht sein, haben die Ökonomen der UBS berechnet.Zum ersten Mal überhaupt werden die USA dann die Volksrepublik überholen und ihr nach Handelsvolumen gewichteter durchschnittlicher Zollsatz jenen Chinas übersteigen. In monate-, teilweise jahrelangen Verhandlungen haben Staaten aus aller Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs um die Reduzierung von Zöllen und Handelshemmnissen gerungen. Mit Erfolg: Bei Gründung des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (englisch General Agreement on Tariffs and Trade, Gatt) 1947 lagen die Zölle unter den 23 Mitgliedstaaten im Schnitt bei 22 Prozent.Ende der 1990er-Jahre betrug der Wert bei inzwischen 124 Mitgliedern nur noch fünf Prozent. .



Aus dem Gatt war da gerade die Welthandelsorganisation (WTO) geworden. Quelle: Infografik WELTDie Verhandlungserfolge von Gatt und WTO aus Jahrzehnten werden mit den angedrohten Maßnahmen auf einen Schlag umgekehrt. Weltweit sind die Zölle im Mittel inzwischen auf 3, 12 Prozent gesunken. Im schlimmsten derzeit absehbaren Fall – die USA machen sämtliche Drohungen gegen China wahr, eine Nafta-Nachfolgevereinbarung mit Kanada scheitert, Großbritannien verlässt die EU in einem harten Brexit – würde der Wert nach den Berechnungen von UBS-Ökonom Arend Kapteyn auf 4, 6 Prozent nach oben schnellen und damit zurück auf das Niveau von 2001, als China der WTO beigetreten ist.Mit Abstand am deutlichsten zu spüren sind die Veränderungen an den Außengrenzen der Vereinigten Staaten. Kapteyn und seine Kollegen schätzen, dass die Durchschnittszölle im Land bis zum Jahresende um 4, 42 Prozentpunkte steigen werden.Im schlimmsten Fall könnte daraus sogar ein Plus von 6, 14 Prozentpunkten werden, wenn Trump seine jüngste Warnung umsetzt und praktisch den gesamten Handel mit China einer Zollschranke unterwirft. .

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