„Donald Trump ist eine Art Mephisto“

„Donald Trump ist eine Art Mephisto“

Donald Trump
Der Wirtschaftshistoriker Harold James zieht eine direkte Linie von der Lehman-Pleite im Jahr 2008 bis zum Aufstieg des Populismus im Westen. Interview von Nikolaus Piper Der britische Historiker Harold James, 62, hat sich mit den Folgen von Wirtschaftskrisen auseinander gesetzt - von der Weltwirtschaftskrise 1929 bis zur Lehman-Pleite.
Und er ist ein profunder Kenner der europäischen Geschichte - vor allem der deutschen.SZ: Herr Professor James, was war für Sie die wichtigste Folge der Finanzkrise vor zehn Jahren?Harold James: In den Vereinigten Staaten hat die Finanzkrise eine Epochenwende eingeleitet. Damit haben wir bis heute zu tun. Wir erleben eine tiefe Krise des Multilateralismus ...... der Idee also, dass Staaten nach festen Regeln gemeinsam Probleme lösen.Genau. .


Unmittelbar nach der Pleite von Lehman 2008 hat die Staatengemeinschaft überraschend gut zusammengearbeitet, um die Krise einzudämmen.
Das hörte aber 2010 auf; danach wurde internationale Kooperation zusehends schwieriger - schon lange ehe man sich mit dem Brexit oder Donald Trump beschäftigen musste.Podcast "Das Thema"Falls der Podcast nicht korrekt abgespielt wird, kann er unter diesem Link aufgerufen werden.Woher kommt das? Die Politik nach Lehman war doch extrem erfolgreich. Besonders der amerikanischen und deutschen Wirtschaft geht es so gut, wie schon lange nicht mehr.Es kommt nicht darauf an, dass die Wirtschaft gerettet wurde, sondern wie das geschah. Die Menschen waren wütend, dass "Wall Street" geholfen wurde, aber nicht "Main Street", wie man in Amerika sagt, dass also die kleinen Leute draufzahlen mussten. Auch in Deutschland gibt es ja diese tiefe Unzufriedenheit, obwohl fast Vollbeschäftigung herrscht.Aber jemanden wie Donald Trump gibt es in Deutschland nicht.Die politischen Auswirkungen sind anders als in Amerika oder Großbritannien, das stimmt. .

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