Donald Trump, ein großer Dealmaker ? Nein, eher im Gegenteil

Donald Trump, ein großer Dealmaker ? Nein, eher im Gegenteil

Donald Trump
Schlechte Deals hat Donald Trump zu Hauf gemacht: Sein New Yorker Plaza-Hotel an der Upper East Site musste er im Zuge einer Pleite mit Millionenverlusten verkaufen. Für die Airline "Trump Shuttle" hatte er weitaus mehr ausgegeben als sie Wert war. Auch das gigantomanische Kasino-Projekt Taj Mahal in Atlantic City floppte. Als 1992 die letzten ihm verbliebenen Spielbanken Konkurs anmelden mussten, war Donald Trump eigentlich am Ende. Und doch war es auch der Anfang seiner Karriere als "Verhandlungsgenie". Ein Ruf, der dem US-Präsidenten völlig zu Unrecht vorauseilt, wie Verhandlungsexperte Marty Latz in einer Studie herausgefunden hat. Fortschritte mit Nordkorea? Eher nicht Dass Trump ein eher mieser "Dealmaker" ist, dürfte beim Blick auf die Resultate seiner Gipfeltreffen eigentlich niemanden wundern. .


Bestes Beispiel: die historische Zusammenkunft mit Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Zwar verkündete der US-Präsident anschließend triumphierend, dass von der isolierten Atommacht keine Gefahr mehr ausgehe, doch an seinem Atomprogramm hält das Land offenbar fest, wie US-Außenminister Mike Pompeo zuletzt zerknirscht einräumen musste. Oder China. Obwohl sich Trump mehrfach mit Präsident Xi Jinping getroffen hat und er sich des guten Verhältnisses zu ihm rühmt, schaukelt sich der Handelskrieg zwischen den beiden Staaten ungebremst auf. Den Verhandlungsexperten Marty Latz wundert die Erfolglosigkeit des Politikers Trump nicht. Mehr als 100 von Trumps Geschäftsabschlüssen aus den vergangenen 50 Jahren hat Latz untersucht und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Trumps Verhandlungsstrategie auf eine leicht zu durchschauende Zwei-Schritt-Taktik herunterbrechen lässt: anfeinden und umarmen – aus Latz' Sicht ein Vorgehen, mit dem sich Trump eher schwächt als stärkt. .

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