Nato-Gipfel: Kein Eklat bei Treffen in Brüssel – Donald Trump attackiert Staaten

Nato-Gipfel: Kein Eklat bei Treffen in Brüssel – Donald Trump attackiert Staaten

Donald Trump
Donnerstag, 12.07.2018   04:41 Uhr Der erste Tag des Brüsseler Nato-Gipfels lässt sich in fünf Worte zusammenfassen: Es hätte schlimmer kommen können.
Insbesondere nach der Show, die US-Präsident Donald Trump wenige Stunden vor dem Beginn des Treffens veranstaltet hatte. Zuerst feuerte er eine Salve erboster Tweets ab, in der er sich einmal mehr darüber beschwerte, dass die meisten anderen Nato-Länder viel zu wenig für Verteidigung ausgeben und damit auf Kosten der USA leben. Dann beschuldigte er Deutschland, sich mit der geplanten Gas-Pipeline Nord Stream 2 in die Gefangenschaft Russlands zu begeben.Die Ängste, dass Trump den Nato-Gipfel sprengt und die bereits vereinbarte gemeinsame Erklärung für nichtig erklärt, wuchsen im Brüsseler Nato-Hauptquartier daraufhin sprunghaft. Gemessen daran verlief der weitere Tag ausgesprochen glimpflich: Trump verzichtete auf weitere öffentliche Standpauken, schubste vor dem Familienfoto keinen anderen Staats- oder Regierungschef beiseite und gab sich sogar auf Twitter vergleichsweise sachlich.Trump verlangt Militärausgaben von vier Prozent des BIPAuch das im Vorfeld akribisch ausgearbeitete, 23 Seiten lange Kommuniqué blieb in allen seinen 79 Punkten unverändert. Das gilt auch für Absatz drei des Dokuments, in dem es um die Verteidigungsausgaben geht, das zentrale Thema des Gipfels. .



Vor vier Jahren hatten sich die Nato-Staaten auf dem Gipfel von Wales verpflichtet, bis 2024 ihre Verteidigungsausgaben "in Richtung" zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu bewegen. Das neue Gipfeldokument bekräftigt dieses Ziel nun lediglich, ohne es im Wortlaut für verbindlich zu erklären, und ergänzt um die Forderung nach konkreten Ausgabenplänen. Die erscheinen auch durchaus angebracht angesichts der Tatsache, dass nach neuesten Nato-Zahlen nur 5 der 29 Mitgliedsländer das Zwei-Prozent-Ziel bereits erreicht haben. Neben den USA mit 3, 5 Prozent sind dies Griechenland (2, 27 Prozent), Estland (2, 14 Prozent), Großbritannien (2, 1 Prozent) und Lettland (zwei Prozent). Deutschlands liegt dagegen bei nur 1, 24 Prozent. .

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